Psalm 90, 10

Das Buch der Psalmen

Kapitel: 90, Vers: 10

Psalm 90, 9
Psalm 90, 11

Luther 1984:Unser Leben währet siebzig Jahre, / und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, / und was daran köstlich scheint, / ist doch nur -a-vergebliche Mühe;-1- / denn es fähret schnell dahin, / als flögen wir davon. -1) Luthers Üs. «und wenn's köstlich gewesen ist, so ist's Mühe und Arbeit gewesen» ist heute mißverständlich. a) Prediger 1, 3.
Menge 1926/1949 (Hexapla 1989):Unsre Lebenszeit - sie währt nur siebzig Jahre, / und, wenn's hoch kommt, sind's achtzig Jahre, / und ihr Stolz-1- ist Mühsal und Nichtigkeit-2-; / denn schnell ist sie enteilt, und wir fliegen davon. / -1) d.h. das, worauf sie stolz sein (o: dessen sie sich rühmen) können = ihr Gepränge, ihre ganze Herrlichkeit ist Mühsal und Enttäuschung. - aL: und das Meiste an ihr ist . . . -. 2) o: Beschwer.
Revidierte Elberfelder 1985/1986:Die Tage unserer Jahre sind siebzig Jahre, / und, wenn in Kraft, achtzig Jahre, / und ihr Stolz ist Mühe und Nichtigkeit, / denn schnell eilt es vorüber, und wir fliegen dahin-a-. / -a) Hiob 5, 7; 1. Mose 6, 3.
Schlachter 1952:Unser Leben währt siebzig Jahre, / und wenn es hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, / und worauf man stolz ist, das war Mühsal und Nichtigkeit; / denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon. /
Schlachter 2000 (05.2003):Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre; und worauf man stolz ist, das war Mühsal und Nichtigkeit, denn schnell enteilt es, und wir fliegen dahin.
Zürcher 1931:Unser Leben währet siebenzig Jahre, / und wenn es hoch kommt, sind es achtzig Jahre, / und das meiste daran-1- ist Mühsal und Beschwer; / denn eilends geht es vorüber, und wir fliegen dahin. / -1) and: «und was ihr Stolz war, ist Mühsal und Beschwer».
Luther 1912:Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre, und wenn’s köstlich gewesen ist, so ist es a) Mühe und Arbeit gewesen; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon. - a) Prediger 1, 3.8.
Buber-Rosenzweig 1929:Die Tage unsrer Jahre sind für sich siebzig Jahre, und wars in Kräften, sinds achtzig Jahre, und ihr Ungestüm ist Mühsal und Harm, wenns mäht, eilends, entfliegen wir.
Tur-Sinai 1954:Die Tage unsres Lebens / sind drunter: Siebzig Jahre / und wenn in Kräften, achtzig Jahr / und ihre Hast ist Müh und Trug. / Denn schnell enteilts, und wir verfliegen. /
Luther 1545 (Original):Vnser Leben wehret siebenzig Jar, wens hoch kompt so sinds achtzig jar, Vnd wens köstlich gewesen ist, so ists Mühe vnd Erbeit gewesen, Denn es feret schnell da hin, als flögen wir dauon.
Luther 1545 (hochdeutsch):Unser Leben währet siebenzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre; und wenn's köstlich gewesen ist, so ist's Mühe und Arbeit gewesen; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon.
Neue Genfer Übersetzung 2011:Unser Leben dauert siebzig Jahre, und wenn wir noch Kraft haben, dann auch achtzig Jahre. Und was uns daran so wichtig erschien, ist letztlich nur Mühe und trügerische Sicherheit. Denn schnell eilen unsere Tage vorüber, als flögen wir davon.
NeÜ 2024:Unser Leben enthält siebzig Jahre, / vielleicht achtzig bei guter Kraft. / Und was uns bedeutsam erscheint, / ist Mühe und Last. / Denn schnell geht es vorbei, / und wir fliegen davon.
Jantzen/Jettel (25.11.2022):Die Tage unserer Jahre, sie belaufen sich auf siebzig Jahre, und wenn in Stärke(a), achtzig Jahre, und ihr Stolz(b) war Mühe und Beschwerde(c); denn schnell eilten sie vorüber, und wir flogen davon.
-Fussnote(n): (a) eigtl.: in Heldenstärke; i. S. v.: in Vollkraft (b) i. S. v.: das, worauf sie (die Tage) stolz sind (c) o.: Täuschung; o.: Nichtigkeit
-Parallelstelle(n): Psalm 78, 39; Hiob 14, 10; Unheil Hiob 5, 7
English Standard Version 2001:The years of our life are seventy, or even by reason of strength eighty; yet their span is but toil and trouble; they are soon gone, and we fly away.
King James Version 1611:The days of our years [are] threescore years and ten; and if by reason of strength [they be] fourscore years, yet [is] their strength labour and sorrow; for it is soon cut off, and we fly away.
Westminster Leningrad Codex:יְמֵֽי שְׁנוֹתֵינוּ בָהֶם שִׁבְעִים שָׁנָה וְאִם בִּגְבוּרֹת שְׁמוֹנִים שָׁנָה וְרָהְבָּם עָמָל וָאָוֶן כִּי גָז חִישׁ וַנָּעֻֽפָה



Kommentar:
John MacArthur Studienbibel:90, 1: Der Hauptsinn dieses großartigen Gebets ist die Bitte an Gott, Erbarmen mit den schwachen Menschen zu haben, die in einer wegen der Sünde verfluchten Welt leben. Mose beginnt den Psalm mit einer Reflexion über Gottes ewiges Wesen, beschreibt dann seine düsteren Gedanken über die Sorgen und Kürze des Lebens in Beziehung zu Gottes Zorn und endet mit einer Bitte, dass Gott sein Volk befähigen möge, ein sinnvolles Leben zu führen. Der Psalm wurde anscheinend verfasst, als die ältere Generation von Israeliten, die aus Ägypten ausgezogen waren, in der Wüste allmählich ausstarb (4. Mose 14). I. Die Anbetung von Gottes ewigem Wesen (90, 1.2) II. Die Betrachtung der Schwäche des Menschen (90, 3-12) III. Die Bitte um Gottes Erbarmen (90, 13-17) 90, 1 Moses, des Mannes Gottes. Der Prophet Mose (5. Mose 18, 1522) war darin einzigartig, dass der Herr ihn »von Angesicht zu Angesicht« kannte (5. Mose 34, 10-12). »Mann Gottes« (5. Mose 33, 1) ist ein Terminus technicus, der im AT über 70-mal vorkommt und stets jemanden bezeichnet, der für Gott spricht. Im NT wird er nur für Timotheus verwendet (1. Timotheus 6, 11; 2. Timotheus 3, 17). unsere Zuflucht. Gott ist unser Heiligtum, das uns Schutz, Lebensunterhalt und Sicherheit bietet (vgl. 5. Mose 33, 27; Psalm 91, 9).



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